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BIM im Gebäudebetrieb – Forschung und Praxis

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BIM im Gebäudebetrieb – Forschung und Praxis

map topomatik  informierte im November 2018 im Rahmen eines Praxisdialogs

ganztägig über die Potenziale von BIM in der Immobilienwirtschaft.

 

Als elitäre Runde konnte man die Fachtagung am 06. November im WhiteLoft Düsseldorf bezeichnen, die an Interessenten aus der Wohnungswirtschaft gerichtet war und von map topomatik initiiert und organisiert wurde. Nicht nur die Referenten, die BIM in Bezug zu ihren jeweiligen Fachgebieten darstellten, sondern auch die Besucher des Forums leisteten durch ihre Diskussionsbeiträge wertvollen Input zur Anwendung von BIM in der Wohnungswirtschaft.

 

BIM als Methode für die softwareunterstützte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Immobilien umfasst ein ganzes Spektrum von Einsatzgebieten. In seiner Einführung erläuterte Gastgeber Sven Axt die Grundzüge des Themas BIM in der Wohnungswirtschaft. Seiner Meinung nach liegt das Potenzial der Anwendung von BIM in dem unternehmensübergreifenden Austausch von Bestandsdaten im Rahmen wohnungswirtschaftlicher Geschäftsprozesse. Ziel müssen offene Standards sein, die von allen gemeinsam genutzt werden. Die Zukunftsvision ist ein datenbasiertes Netzwerk, in dem alle am Betrieb der Immobilie beteiligten Akteure integriert sind.

 

 

Führungskräfte der Wohnungswirtschaft müssen sich mit diesem Thema auseinandersetzen: Kommunen sind durch Beschluss des IT-Planungsrates angehalten, bis Februar 2023 in kommunalen Softwarelösungen die Standards XPlanung und XBau verarbeiten zu können. Dieser Beschluß ist ein Schritt in Richtung BIM. Mit ihm wird z.B. die Baugenehmigung auf Grundlage von BIM vorangetrieben. Ein wichtiger Baustein für das typenbasierte Bauen.

Welche Vorteile BIM in der Anwendung bringen wird, referierte Ralf Golinski, Initiator und Vorstandsmitglied des CAFM Rings und Herausgeber des BIM Magazins. Seiner Ansicht nach führt BIM zu einer Erhöhung der Datenqualität, einer Reduzierung von Fehlern und Mängeln und dem Wegfall mehrerer Datenerfassungen. Für den Betreiber ergeben sich daraus erhebliche Nutzen und Kosteneinsparungen.

Prof. Dipl. Ing. Claus Cajus Pruin von UP+Architekten stellte die wesentlichen Aspekte heraus, die beim Wohnungsbau mit BIM zu beachten sind. Sein spannender Vortrag stieß auf größtes Interesse. Er stellte mit BIM realisierte Wohnungsbauprojekte aus Hamburg-Harburg und Hannover vor und berichtete von seinen Erfahrungen, wie Bauen mit BIM in der Realität aussieht. Professeor Pruin beschrieb ausführlich, dass es bei BIM nicht nur darum geht, ein Gebäude vor dem Bauen virtuell abzubilden sondern auch um Informationsaustausch der am Bau beteiligten Akteure.

 

 

 

Dass es Sinn macht, bereits in der Bauphase mit einheitlichen Standards zu arbeiten, zeigte Dipl. Ing. Architekt Hans Thomas Damm, Autor des Buches Verkehrssicherungspflichten in der Immobilienwirtschaft. Herr Damm beschrieb in seinem Vortrag wie wichtig es ist, die Betreiberphase eines Bauprojektes schon zu Beginn zu antizipieren. Vor Allem aus rechtlicher Sicht sind die Betreiberpflichten zu berücksichtigen.

In einem weiteren Vortrag stellte Prof. Dr. Ing. Christian Clemen von der HTW Dresden das Forschungsprojekt „IMMOMATIK, BIM- und GIS- konforme Dienste für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft“ vor. map topomatik und die Technische Hochschule Dresden forschen seit Juni 2018 gemeinsam an diesem Projekt, bei dem es darum geht, Anforderungen an eine BIM-Systeminfrastruktur aus Sicht der Wohnungswirtschaft zu formulieren und prototypisch umzusetzen.

Stellvertretend für Hasko Rose zeigte Sven Axt den Teilnehmern zum Schluss der Veranstaltung, welche Möglichkeiten sich in der Vermarktung durch die Nutzung von BIM für die Wohnungswirtschaft auftun. Durch 3D Visualisierungen ergeben sich realistische Eindrücke von den Wohnungsobjekten. Interessierte Käufer oder Mieter haben die Möglichkeit, Räume durch die virtuelle Darstellung vorab zu erleben und zu begreifen.

Zusammenfassend war die Fachtagung ein gelungener und kompetenter Beitrag, die komplexen Fragestellungen des Themas BIM in der Wohnungswirtschaft zu formulieren und zu begreifen. Denn nicht alles ist virtuell sondern die beteiligten Akteure müssen sich in ihren Kompetenzen austauschen. Unsicherheiten, Fehler in der Umsetzung oder fehlende Fachkenntnisse können nur dann beseitigt werden, wenn über diese Themen gesprochen wird. BIM als Methode ist ein branchenübergreifendes Projekt und kann auch nur branchenübergreifend gelöst und realisiert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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